domenica 12 aprile 2026

Fiori di Confine

 


Dalle colline dolci del Burgenland,
dove Grieselstein saluta il vento,
sei partita, Edith, con un sogno grande,
un cuore pronto e un passo lento.
 
Nella Vienna delle corsie bianche,
all’AKH, tra i corridoi e le scale,
hai portato cure alle vite stanche,
accanto a Schönbauer, in modo speciale.
 
Hai tenuto la mano ai piccoli del reparto,
con la forza mite di chi sa donare,
ogni sorriso, un nuovo reparto,
ogni gesto, un modo per amare.
 
Oggi le tue parole sono un ponte d’oro,
tra il passato che brilla e il presente,
per tua figlia Cristina, sei il vero tesoro,
una stella fissa, costante e splendente.
 
Grazie, Edith, per il tuo cammino,
per l’amore che curando hai seminato,
sei la nostra luce, il nostro destino,
un fiore raro che non va scordato.

 Gemini

 

 

giovedì 2 aprile 2026

Möge ich jetzt ...



und immer so sein:

Ein Beschützer für die, die niemand beschützt,
ein Führer denen, die sich verirrt haben,
ein Schiff für die, die über die Meere ziehen müssen,
eine Brücke für die, die Flüsse überqueren müssen,
ein Asyl für die, die in Gefahr sind,
eine Lampe für die,
die kein Licht haben, eine Zuflucht für die,
die ohne Schutz sind,
und ein Diener all denen, die Hilfe brauchen.
 

Dalai Lama

 

martedì 31 marzo 2026

Ich wünsche mir


 

Ich wünsche mir,
dass jemand zu mir sagt:
„Hier kannst du bleiben,
hier kannst du ausruhn
von der langen Reise.“
 
Ich wünsche mir,
dass jemand zu mir sagt:
„Hier kannst du bleiben,
hier kannst du glücklich sein
auf deine Weise.“
 
Ich wünsche mir,
dass jemand zu mir sagt:
„Hier kannst du bleiben,
für uns beide reichen
lebenslang wohl Trank und Speise.“

Ute Latendorf, 1951

 

 

„Sitzendes Paar“ von Hyacinth Manning

martedì 25 novembre 2025

An die Heimat


 
Ich hab' dich nicht vergessen,
Mein liebes Österreich! 
Noch macht's, an dich zu denken,
Da Herz mir immer weich.

Ich sah wohl schöne Alpen,
Umweht Von Balsamhauch,
Sah Paradiese Gottes,
Du aber hast sie auch.

Sah Silberströme wallen
Durch manchen grünen Plan,
Sah Täler, Auen, Städte
Du bist nicht ärmer dran.

Es lacht' auch andrer Orten
Manch treues Herz mir zu;
Doch wer hat sie auf Erden
Zu Tausenden wie du?

Ich bracht' auch in der Fremde
Manch selig Stündchen hin,
Allein in deinem Boden
Schläft ja mein Jugendsinn.

Du hast die ersten Freuden
So treu mit mir geteilt,
Du hast die ersten Leiden
So liebend mir geheilt.
 
Und sind mir in der Fremde
Viel hundert Plätzchen lieb,
So hast du ja kein Fleckchen,
Das deutungsleer mir bleib.

Drum glaub' dich nicht vergessen,
Lob' ich die Ferne gleich;
Ich weiss nur eine Heimat,
Weiss nur ein Österreich!
 
Denn was ich in der Fremde
Gesehn, gefült, erkannt,
Ist nur ein goldner Reifen
Um deinen Diamant.

J. G. Seidl
 
 
 
Foto di Enrique da Pixabay